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Sind elektromagnetische Felder von Elektroautos gesundheitsschädlich?

Elektroautos sind in den Augen der EMV-Experten absolut heiße Eisen. „Wir reden angesichts der im E-Fahrzeug auftretenden sehr hohen Ströme von magnetischen Feldstärken in einer völlig neuen Dimension“, so sieht es Gerhard Pohlmann, Chef des EMV-Dienstleisters EMC Test NRW. Im Elektroauto trifft das Hochvoltbordnetz mit 400 V bis 1000 V Gleichspannung auf das 12-V-Netz der Batterie, die Stromstärken im Fahrzeug erreichen bis zu 500 A. Hauptstörquelle ist der Inverter, der Gleichstrom stufenlos in Wechselstrom umwandelt.

 

Jedes Auto erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Aber diejenigen von Elektroautos gehören erwiesenermaßen zu den stärksten überhaupt. Elektroautos stören durch ihre elektromagnetischen Emissionen die Umgebung und können von außen gestört werden. Zudem kann es Störeffekte innerhalb des Fahrzeugs geben. Weit gravierender als die gegenseitige "Unverträglichkeit" von elektrischen und elektronischen Komponenten sind jedoch die massiven elektromagnetischen Felder in Elektroautos. Elektroautos sind in den Augen von EMV-Experten absolut heiße Eisen. Man spricht angesichts der im E-Fahrzeug auftretenden sehr hohen Ströme von magnetischen Feldstärken einer völlig neuen Dimension. Im Elektroauto trifft das Hochvoltbordnetz mit 400 bis 1000 Volt Gleichspannung auf das 12-Volt-Netz der Batterie, die Stromstärken im Fahrzeug erreichen bis zu 500 Ampere. Bekanntermaßen sind die Grenzwerte relativ hoch angesiedelt. So liegt beispielsweise der gesetzliche Grenzwert 300-fach (!!) über dem Vorsorgewert der WHO zur Vermeidung eines erhöhten Krebsrisikos.

 

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/elektronik/emv-schluessel-fuer-elektromobilitaet/#:~:text=Elektroautos%20sind%20in%20den%20Augen,EMV%2DDienstleisters%20EMC%20Test%20NRW.

 

Die von den Herstellern eingehaltenen Grenzwerte (26. BlmSchV)  berücksichtigen nur thermische Auswirkungen. Versuche bestätigen jedoch, Zellveränderungen treten schon lange vor dem Auftreten von thermischen Effekten auf. Nicht nur in Elektroautos, sondern auch bei den normalen Verbrennungskraftfahrzeugen (z.B. Benzin, Diesel) können ebenfalls starke elektromagnetische Felder durch die Sitzheizung, Lüfter oder moderne Boardcomputer und Freisprechanlagen entstehen. Nicht benötigte Elektronik sowie WLAN und Bluetooth sollte immer ausgeschaltet werden. Die Benutzung von Mobiltelefonen sollte aufgrund der erhöhten Strahlenbelastung (Faradayscher Käfig) im Auto ebenfalls verzichtet werden.

 

https://emv-plus.com/gibt-es-elektrosmog-im-elektroauto/

 

 

Elektromagnetische Aspekte

Der Strom in der Batterie ist im Normalfall ein Gleichstrom (DC). In der Praxis ist er jedoch kein reiner Gleichstrom, sondern eine zeitvariable Wellenform mit signifikanter Amplitudenschwankung, die niederfrequente Magnetfelder kleiner Spannung von 2 bis 3 kHz erzeugt (Bild 3). Die Elektrostimulation von Nerven und Muskeln durch Magnetfelder mit Frequenzen im Bereich von 1 Hz bis 10 MHz ist ein bekannter physiologischer Effekt. Zwar ist eine langfristige Gesundheitsbelastung durch solche Felder nicht nachgewiesen, doch die akute Wirkung könnte Unwohlsein und möglicherweise sogar unwillkürliche Bewegungen auslösen, was für Fahrzeugführer oder Bediener anderer Maschinen unerwünschte gesundheitliche Effekte haben könnte.

 

 

Weit verbreitete gesundheitliche Bedenken

Ein Blick auf die Nachrichtenüberschriften der letzten Jahre liefert einige Informationen über die verschiedenen

Aspekte der öffentlich geäußerten Bedenken. Während der letzten Dekade sind zahlreiche Quellen

elektromagnetischer Felder in den Mittelpunkt gesundheitlicher Bedenken gerückt, darunter

Stromversorgungsleitungen, Mikrowellenherde, Computer- und TV-Bildschirme, Sicherheitseinrichtungen,

Radargeräte und in jüngster Zeit auch Mobiltelefone und deren Basisstationen.

Das Internationale EMF-Projekt

In Reaktion auf die wachsenden gesundheitlichen Bedenken der Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher

gesundheitlicher Effekte wegen der Exposition durch eine immer größer werdende Zahl und Vielfalt von Quellen

elektromagnetischer Felder hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Jahr 1996 ein großes, multidisziplinäres

Projekt gestartet. Das Internationale EMF-Projekt bringt aktuelles Wissen und verfügbare Ressourcen wichtiger

internationaler und nationaler Organisationen und wissenschaftlicher Institutionen zusammen.

Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung

Im Gebiet biologischer Effekte und medizinischer Anwendungen nichtionisierender Strahlung sind während der

vergangenen 30 Jahre circa 25.000 Artikel veröffentlicht worden. Auch wenn manche Leute das Gefühl haben, es

müsste mehr Forschung betrieben werden, sind die wissenschaftlichen Kenntnisse auf diesem Gebiet heute

umfangreicher als die über die meisten Chemikalien. Nach einer kürzlichen, gründlichen Recherche in der

Fachliteratur ist die WHO zu dem Schluss gekommen, dass die derzeitige Kenntnislage die Existenz irgendwelcher

gesundheitlichen Folgen einer Exposition durch schwache elektromagnetische Felder nicht bestätigt. Allerdings gibt

es noch einige Wissenslücken bei biologischen Effekten, was weitere Forschungen nötig macht.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Einige Bürger haben der Exposition durch schwache elektromagnetische Felder in der Wohnumgebung eine diffuse

Aufzählung von Symptomen zugeschrieben. Zu den berichteten Symptomen gehören Kopfschmerzen, Angstzustände,

Selbstmordgedanken und Depressionen, Übelkeit, Müdigkeit und Libidoverlust. Derzeit gibt es jedoch keine

wissenschaftlichen Belege für einen Zusammenhang zwischen diesen Symptomen und der Exposition durch

elektromagnetische Felder. Zumindest einige dieser Gesundheitsprobleme könnten durch Lärm oder andere

Umweltfaktoren verursacht sein, oder durch Ängste im Zusammenhang mit der Allgegenwärtigkeit neuer

Technologien.

 

Effekte bei Schwangerschaften

Die WHO und andere Organisationen haben schon viele unterschiedliche Quellen von und Expositionen durch

elektromagnetische Felder in der Wohn- und Arbeitsumgebung untersucht, darunter Computerbildschirme,

Wasserbetten, Heizdecken, Hochfrequenz-Schweißgeräte, Diathermie-Einrichtungen und Radar. Die

Gesamtbewertung der gefundenen Belege zeigt, dass die Exposition durch Felder einer Stärke, wie sie typischerweise

in der Umwelt vorkommt, keine Risikoerhöhung schädlicher Folgen wie etwa Fehlgeburten ohne äußere Einwirkung,

Missbildungen, niedriges Geburtsgewicht oder angeborene Krankheiten mit sich bringt. Es hat gelegentlich Berichte

über Zusammenhänge zwischen Gesundheitsproblemen und vermuteter Exposition durch elektromagnetische Felder

gegeben, so beispielsweise Berichte über Frühgeburten und geringes Geburtsgewicht bei Kindern von Arbeitern der

Elektronikindustrie, doch hat die wissenschaftliche Gemeinde diese Ereignisse bisher nicht als notwendigerweise von

der Exposition durch Felder verursacht angesehen (im Gegensatz zu Faktoren wie etwa der Exposition durch

Lösungsmittel).

 

Grauer Star

Einige Male ist über Augenreizungen und Linsentrübungen bei Arbeitern berichtet worden, die Hochfrequenz- und

Mikrowellenstrahlung hoher Intensität ausgesetzt waren, doch wird die Vermutung, dass Augenschäden solcher Arten

schon bei Intensitäten entstehen können, die noch keine thermische Gefährdung darstellen, durch Tierversuche nicht

unterstützt. Es gibt keinen Nachweis dafür, dass diese Effekte bei den Intensitäten auftreten, denen die

Allgemeinbevölkerung ausgesetzt ist.

 

Elektromagnetische Felder und Krebs

Trotz vieler Untersuchungen bleiben die Nachweise irgendwelcher Effekte hochgradig umstritten. Allerdings ist

sicher, dass – falls elektromagnetische Felder tatsächlich eine krebserregende Wirkung haben sollten – das zusätzliche

Risiko jedenfalls extrem klein sein muss. Die bis heute gefundenen Ergebnisse enthalten viele Ungereimtheiten, doch

wurden noch keine großen zusätzlichen Risiken für irgendeine Krebsart bei Kindern und Erwachsenen festgestellt.

Eine Anzahl epidemiologischer Untersuchungen lässt vermuten, dass es ein geringes zusätzliches Risiko für

Kinderleukämie bei Vorliegen einer Exposition durch niederfrequente magnetische Felder in der Wohnumgebung

gibt. Allerdings haben die Wissenschaftler nicht allgemein den Schluss gezogen, dass diese Ergebnisse eine

Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen der Exposition durch Felder und der Krankheit zeigen (im Gegensatz zu

Messfehlern der Untersuchungen oder zu mit der Exposition durch Felder zusammenhängenden Effekten). Zu

diesem Schluss ist man zum Teil deswegen gekommen, weil sich in Tier- und Laborversuchen keinerlei

reproduzierbare Effekte zeigen, welche zu der Hypothese passen, dass Felder Krebs verursachen oder fördern.

Derzeit laufen in mehreren Ländern Großuntersuchungen, die bei der Beantwortung dieser offenen Fragen helfen

könnten.

 

Elektrosensitivität und Depressionen

Einige Personen berichten von extrem starker Sensitivität gegen elektrische oder magnetische Felder. Sie fragen, ob

Schmerzen, Kopfweh, Lethargie, Schlafstörungen und sogar Krämpfe und epileptische Anfälle mit der Exposition

durch elektromagnetische Felder zusammenhängen könnten.

Es gibt nur wenige wissenschaftliche Belege, die die Vermutung einer Elektrosensitivität stützen. Jüngste

skandinavische Untersuchungen haben ergeben, dass Personen unter genau kontrollierten Bedingungen der

Exposition durch elektromagnetische Felder keine einheitlichen Reaktionen zeigen. Es gibt auch keinen

wissenschaftlich anerkannten biologischen Mechanismus, der Elektrosensitivität erklärt. Die Forschung auf diesem

Gebiet ist schwierig, weil außer unmittelbaren Effekten der Felder selbst noch viele andere, subjektive Reaktionen

mitspielen können.

 

 

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