Donnerstag, 1. August 2019

Darf man noch sagen, was man denkt?

Kaum jemand nimmt den anderen mehr wahr, als das was er ist, als einen Menschen mit eigenen Gedanken. Wir projizieren unsere eigenen Sichtweisen auf unsere Mitmenschen, und wehe, sie entsprechen unserer Sichtweise nicht!  

Um aus diesem Labyrinth herauszukommen, hilft nur eine ganzheitliche Sicht der Dinge. Auch bei der Betrachtung der Nachrichten, die uns tagtäglich ins Haus flattern - sei es medial oder durch unsere Freunde und Bekannten. Anstatt immer reflexartig dem Ego Raum zu geben und Pauschalurteile zu fällen, könnten wir innehalte und uns bewusst machen, dass in der Welt der Polarität alles mehrere Seiten hat. Kaum etwas ist »nur« negativ oder »nur« positiv. Vielleicht gelingt es uns dabei, unser Herz zu öffnen und Verständnis für Andersdenkende zu entwickeln. 

Was soll uns das sagen? 
Dies zeigt uns, dass nicht nur „die Bösen" zum Egozentrismus neigen. Und im Grunde genommen ist das gar nichts persönliches, sondern ein Defekt in unserem menschlichen Verarbeitungssystem, in unserem Verstandesgehirn. Dort werden permanent unzählige Informationen aus der Außenwelt aufgenommen  und der Verstand filtert alles aus, was er nicht kennt oder sich nicht vorstellen kann.

Je größer das Herz allerdings, desto weiter ist auch der eigene Horizont.
Wer jedoch permanent in engen und begrenzten Gedankenwelten unterwegs ist, für den ist das Leben ein schreckliches Mysterium. Und die Mitmenschen oder selbst der Partner werden dann als  Gegner betrachtet. 

Wenn wir uns angewöhnen, Informationen und Nachrichten zuerst einmal vorurteilslos zu betrachten und die Emotion aus dem Spiel zu lassen, dann betreten wir eine neue Dimension. Wir verlassen die EgoEbene des Reagierens und können dabei spüren lernen, was diese Informationen in uns auslösen.
Dunkle Gedanken führen zu dunklen Gefühlen, dunklen Stimmungen und dunklen Beziehungen. ( Wie dieses einseitige Denken (Glaubenssätze, Verhaltensmuster) zustande kommt, kann man übrigens in dem Buch: Bedienungsanleitung fürs Gehirn" des Gehinrforschers Gerald Hüthers nachlesen 

Gelesen bei
Aktuelle Nachrichten aus der »Welt der Polarität« – Frühling 2019 -Seite 17

Anmerkung 
Wer sich beispielsweise in dem Grünen Ideologietunnel „Klimawandel" befindet, der muss zwanghaft jede Meinung, die nicht der seinen entspricht als populistisch herabwürdigen, egal ob links- oder rechtspopulistisch. Denn eine Meinung außerhalb seines „Tunnels" weicht von seinen antrainierten Gedankenwegen ab und kann gar nicht verstanden werden. Das ist wie bei einer Fremdsprache, die man nicht kennt, die hört man zwar, aber versteht rein gar nichts.


Herzliche Grüße
Walter C. Dieterich